Schweden verteidigt «Fast Food»-Musik nach Portugals Siegesrede

Salvador Sobral ist der Gewinner des diesjährigen Eurovision Song Contest. Von seiner Siegesrede sind jedoch nicht alle begeistert. (Bild: Youtube)
Die kurze Siegesrede des diesjährigen Eurovision-Song-Contest-Gewinners Salvador Sobral kam nicht bei allen gut an. Der portugiesische Sänger betitelte die heutige Musikindustrie als eine der «Fast Food»-Musik. Sänger Robin Bengtsson kontert mit einem Instagrampost.

«Auf unserer Welt gibt es viel Wegwerf-Musik; Fast-Food-Musik ohne jeglichen Inhalt. Ich denke, heute könnte es der Sieg für diejenigen sein, die wirklich bedeutende Musik machen». Mit diesen Worten konnte ESC 2017-Gewinner Salvador Sobral nicht ganz alle überzeugen. Robin Bengtsson, der am ESC mit der Pop-Nummer «Can’t go on» für das Land Schweden angetreten war, fühlte sich auf negative Weise angesprochen. Vor zwei Tagen postete er ein Bild von sich selbst. Er gratulierte Salvador für seinen Sieg, teilte aber auch seine Meinung über dessen Worte mit: «Ich gratuliere dir zu deinem Sieg. Ich mag deinen Song und die Art, wie du ihn performst. Aber ich finde, dass deine Siegesrede unter dem Level eines richtigen Gewinners war». Zudem erklärte er, dass «Fast-Food»-Pop-Musik zur richtigen Zeit am richtigen Ort durchaus etwas sehr Schönes sein kann. «Da ist Platz für alle!», so Bengtsson. Unterstützung fand der Schwede bei so manchen Fans, die seinen Kommentar lobten und Daumen nach oben gaben. Selbst Australiens ESC-Vertreter Isaiah kommentierte mit einem «Lob»-Emoji.


Zum ersten Mal in der Geschichte des alljährlichen internationalen Gesangwettbewerbs «Eurovision Song Contest» gewann am 13. Mai 2017 Portugal, vertreten durch Salvador Sobral. Mit seiner Ballade «Amar Pelos Dois» berührte Salvador viele Menschen aus ganz Europa, was ihm sehr viele Punkte und schlussendlich auch den Sieg einbrachte. Sage und schreibe 758 Punkte erzielte der Portugiese mit seiner Performance. Diese war nicht etwa extravagant, bunt und energiegeladen, lediglich das Mikrophon und seine Stimme bildeten das Erfolgsgeheimnis. Nach seiner Siegesrede dürften aber so manche Sympathiepunkte für den Portugiesen weggefallen sein.