Nicht hier, nicht dort – Ein Film über Emanzipation, Religion und Sexualität im Orient

Der Film «In Between» von Regisseurin und Drehbuchautorin Maysaloun Hamoud handelt von drei Palästinenserinnen, die in jeder Hinsicht für ihre Emanzipation kämpfen. Ab 29. Juni läuft der Film auch in Bern, Solothurn und Zürich. Zudem ab Ende Juli in Winterthur und St. Gallen.

Laila, Salma und Nour leben zusammen in einer Wohnung in Tel Aviv, weitab der moralischen Zwangsjacke ihrer Heimatorte. Jede der drei Hauptfiguren verkörpert eine religiöse Strömung und der Film thematisiert gleich mehrere Identitätskrisen wie Religion, ethnische Zugehörigkeit und Sexualität. Es gehört viel Mut dazu, in der arabischen Welt diese Themen zu behandeln.


Produzentin Maysaloun Hamoud blickte dieser Hürde selbstbewusst und professionell entgegen. «Entweder man drückt aus, was man in seinem tiefsten Inneren empfindet, oder man verzichtet auf jedes künstlerische Vorhaben», so Hamoud. «In Between» versprüht Energie und Humor, was die ernste Thematik etwas auflockert. Die Idee zu diesem Filmprojekt kam der überzeugten Feministin während ihres Studiums an der Universität in Tel Aviv.

«Entweder man drückt aus, was man in seinem tiefsten Inneren empfindet, oder man verzichtet auf jedes künstlerische Vorhaben»

Damals entstand eine neue palästinensische Widerstandsbewegung, und die Volkserhebungen des Arabischen Frühlings waren sehr vielversprechend. Sie wollte einen Film für das Volk drehen, der dazu beitragen sollte, neue Lebensformen und eine vernünftigere und glücklichere Gesellschaft aufzubauen.

Auch die Musik spielt in dem Film eine grosse Rolle. Diese wird von bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern aus der Underground-Szene beigesteuert. Für die Originalversion des Films wurde das Plakat auf Arabisch und Hebräisch abgefasst. Auf Arabisch heisst der Film «Bar Bahar» («Erde und Meer») – der hebräische Titel lautet «Lo scham, Lo po pur» und bedeutet soviel wie «Nicht hier, nicht dort».

Das Plakat zum Film. (Bild: zvg)

Der Film wird am 29. Juni in ausgewählten Kinos in Bern, Zürich und Olten, sowie Anfangs Juli in Winterthur und St. Gallen anlaufen. Bis dahin gibt es einen kleinen Vorgeschmack in Form eines Trailers.