12 queere Rapper_innen verändern den Hip-Hop

Le1f ist bekannt dafür, dass er ein offen schwuler Rapper ist und unorthodoxe Produktionsstile verwendet. (Bild: Pressefoto)
Einst verschrien als Brutstätte für Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Gewaltverherrlichung, macht der Hip-Hop seit Längerem einen Imagewandel durch.

Vor allem queere Künstlerinnen und Künstler verändern das Musikgenre von innen heraus und erreichen dank dem Internet ein breites Publikum. Die Mannschaft stellt dir 12 dieser Rapperinnen und Rapper vor.

 

1. Deep Dickollective – I Am
Die vermutlich ersten offen schwulen Rapper: Tim’m T. West gründete mit Juba Kalamka und Phillip Atiba Goff im Jahr 2000 das Deep Dickollective.

 

2. Cazwell – All Over Your Face
Cazwell veröffentlichte 2006 sein Soloalbum «Get Into It». Das Musikvideo zu «All Over Your Face» war selbst für LOGO zu explizit. Der LGBT-Sender verbannte es aus dem Programm.

 

3. Dai Burger – Soufflé
Schrill und laut: Die New Yorkerin Dai Burger rappt im Song «Soufflé» über ihre Pussy und darüber, weshalb Frauen diese nicht missen wollen.

 

4. The Internet – Cocaine
Syd, Sängerin der Band «The Internet», bestritt ihre Anfänge als Rapperin im alternativen Hip-Hop-Kollektiv «Odd Future». Im Musikvideo zum Song «Cocaine» ist sie auf einem Date mit einer Frau zu sehen. Für Syd ist das Musikvideo ein klares Statement zu ihrer Sexualität.

 

5. Angel Haze – Battle Cry
Angel Haze identifiziert sich als pansexuell und nichtbinär. Haze fühlt sich also weder als Mann noch als Frau und sieht keinen Unterschied, ob sie nun mit männlichen oder weiblichen Pronomen angesprochen wird.

 

6. Brooke Candy – Living Out Loud
Der pansexuellen Rapperin Brooke Candy ist mit der Kollaboration mit Sia der Sprung in die US-amerikanischen Dance-Charts gelungen, wenn auch mit einem Popsong.

 

7. Msoke – Human
Msoke ist ein Transmann und seit über fünfundzwanzig Jahren als Rapper im Hip-Hop und als Sänger im Reggae und Dancehall aktiv. Der Hip-Hop habe ihn von klein auf begleitet und zu derjenigen Person gemacht, die er heute sei.

 

8. Big Dipper – LaCroix Boi
Trash-Kitsch und hypersexualisierte Texte: Big Dipper wurde vom Vice Magazin als Mischung aus Nikki Minaj und einem schwulen Bären beschrieben.

 

9. Silvana Imam – Tänd Alla Ljus
«Du hast einen superkleinen Schwanz, geh und küss dein beschissenes Hakenkreuz». Die Schwedin Silvana Imam rappt aus einer lesbisch-feministischen Perspektive gegen Rechtsextreme.

 

10. Le1f – Wut
Rassismus in der Schwulenszene, Transrechte und die Schwarze Bewegung: Le1f greift in seiner Musik viele gesellschaftskritische Themen auf.

 

11. Mykki Blanco – High School Never Ends
Mykki Blanco ist das Drag-Alter-Ego von Michael Quattlebaum Jr aus New York. Die queere Rapperin tourt gegenwärtig durch Europa und feiert grosse Erfolge. Im März 2016 kritisierte Blanco, dass Schwulenmagazine oft nur weisse Männer auf ihrem Cover zeigen.

 

12. Cakes Da Killa – The Eulogy
Der Mut zur Femininität hat sich für Cakes Da Killa ausgezahlt. Mit blendenden Kritiken zu seinem Mixtape «The Eulogy» hat der junge Rapper den Mainstream auf sich aufmerksam gemacht.

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