Tatort: Mord an einem schwulen Lehrer

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Foto: RBB/ARD
Die beiden Männer hätten ihre "Schwulenehe demonstrativ offen" gelebt, wie es in der Ankündigung der ARD heißt, was man in Neukölln als "fast provokativ" verstehen könnte.

Ein toter schwuler Lehrer, ein verschwundener Schüler und jede Menge Gerüchte  – das sind die Zutaten für den neuen Berliner Tatort „Amour fou“, der an Pfingsten in der ARD läuft. Die Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und ihr schwuler Kollege Robert Karow (Mark Waschke) beginnen im Neuköllner Rollbergkiez zu ermitteln, wo Enno Schopper unterrichtete, bevor er offenbar erschlagen, mit Benzin übergossen und verbrannt wurde. Viel mehr als eine schwarze Masse, zusammengeschmolzen mit einem Plastikliegestuhl in einem Laubengarten, bleibt nicht übrig.

Fragen Sie mal die Kids im Kiez, was man am besten mit Schwulen macht.

Warum musste er sterben? „Fragen Sie mal die Kids im Kiez, was man am besten mit Schwulen macht“, sagt Ennos Partner Armin zu den Ermittlern. Ein Zeuge will gesehen haben, wie sich Enno dem Schüler Duran Bolic im Umkleideraum sexuell genähert hat. Seit Jahren kümmert sich der Lehrer um den Jungen aus schwierigen Verhältnissen. Er und Armin haben ihm ein Zuhause gegeben und ihn gefördert. Aber das Gerücht um eine sexuelle Annäherung bestreiten Enno und Duran vehement. Trotzdem drehen Elternschaft und Jugendamt am Rad. Enno wird beurlaubt, bis zur Klärung …

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Durans Nachbar Stipe (re) wird von seinem Vater befragt  (Foto: RBB/ARD)

Nun ist er also tot: Die Kommissare wollen den Jungen befragen, um den sich Enno und sein Partner gekümmert haben. Aber Duran ist verschwunden, angeblich mit seinem Vater nach Kroatien. Stipe, der in der gleichen Siedlung wie Duran lebt, will dessen Freundin Jasna bei der Suche helfen. Der Junge wittert seine Chance, Jasna, in die er verliebt ist, auf diese Weise für sich zu gewinnen.

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Ennos Partner Armin wird befragt (Foto: RBB/ARD)

Die beiden Männer hätten ihre „Schwulenehe demonstrativ offen“ gelebt, wie es in der Ankündigung der ARD heißt, was man in Neukölln als „fast provokativ“ verstehen könnte. Dass aber Duran dem Lehrer nie ein Haar gekrümmt hätte, steht für Armin fest: Der Junge habe ihn vergöttert. Armins ironisch-charmante Art weckt bei Kommissar Karow gleichermaßen Interesse und Misstrauen …

„Amour fou“ läuft an Pfingstmontag, den 5. Juni um 20.15 Uhr in der ARD.

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