15 gute Gründe, nicht die AfD zu wählen

AfD schwul
Wahlurne für besondere Härtefälle (Foto: afdwatchbremen.com)
Sie heißen Weidel, Poggenburg und Göbel. Sie lehnen nicht nur die Eheöffnung ab, sondern halten queere Menschen für degeneriert.

Dass etliche Anhänger (und Mitglieder) der AfD schwul sind, ist an sich nichts Neues. Bei einer Online-Abstimmung der MÄNNER Anfang 2016 votierten 17 % für die Rechtspopulisten. Der Trend wurde in der vergangenen Woche erneut durch eine Befragung im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 bestätigt, die das Datingportal PlanetRomeo bei seinen Usern durchgeführt hat: Immerhin 12 % sagten, sie wollten ihr Kreuz bei der AfD machen. Dass kürzlich Wissenschaftler der Unis Gießen und Wien in Kooperation mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) in einer Studie lediglich 2,7 % AfD-Fans ausmachten, mag die LGBTI-Gemeinde beruhigt haben. Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt – sagen wir bei 7 % -, ist das noch ein erstaunlich hoher Wert.

Dass homosexuelle Wähler für eine Partei stimmen wollen, die nicht nur ihre Rechte beschneiden wollen, sondern auch teils unverhohlen gegen sie hetzen und ihnen die Menschenwürde absprechen, sorgt immer wieder für Verwunderung. Nicht mal der deutsche Rapper Bushido hält es für möglich. „Ich verspreche Ihnen, es gibt keinen einzigen schwulen AfD-Wähler“, sagte er bei einer Begegnung mit Parteivize Beatrix von Storch im Rahmen der Video-Serie „Strassenwahl“ des Youtube-Kanals Hyperbole. Sie korrigierte ihn: „Wir haben zwei Spitzenkandidaten. Und eine von ihnen ist homosexuell.“

Die „einzige echte Schutzmacht für Schwule und Lesben“?

Alice Weidel kannte der Rapper nicht. Nun. Das ist die AfD- Spitzenfrau, die gerade in einem Interview mit dem Blog Philosophia Perennis behauptete, ihre Partei sei „die einzige echte Schutzmacht für Schwule und Lesben in Deutschland“. Denn: Die größte Bedrohung für Homosexuelle gehe aktuell von muslimischen Migranten aus, die gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus religiösen Gründen ablehnten. Die AfD hat für ihre Ablehnung ideologische Gründe – das macht es kaum besser.

Der Vorwurf homophober Tendenzen lässt sich durchaus begründen

Die Partei weist immer wieder Vorwürfe zurück, selber homofeindlich zu sein – und dass es sich bei entsprechenden Äußerungen um Einzelfälle handele. Mirko Welsch, der ehemalige Sprecher der AfD-Homos wiederholte es immer wieder gebetsmühlenartig. Bis er schließlich die Partei im März dieses Jahres verließ. Nicht ohne öffentlich den Verfassungsschutz aufzufordern, seine ehemaligen Parteifreunde zu beobachten.

Selbst dem einstigen Parteimitglied André Yorulmaz aus Recklinghausen, stramm konservativ und schwul, gehen die Ausfälle seiner ehemaligen Parteifreunde zu weit. In einem Gastbeitrag für die ZEIT resümierte er kürzlich: Der Vorwurf homophober Tendenzen lasse sich durchaus begründen.

Dass einige AfD-Mitglieder ein erschreckendes Maß an Homophobie und homosexuelle Mitglieder zumindest ausgeprägter Selbstverleugnung an den Tag legen, zeigt die folgende Übersicht.