In Berlin formiert sich Widerstand gegen Bus der Demo für alle

Demo für alle
Foto: kirchfahrter.files.wordpress.com
Die LGBTI-Gruppierungen der linken Parteien und ein FDP-Bezirksverband unterstützen den Protest gegen den "Hass-Bus". Die queeren Organisationen von CDU und FDP halten sich raus.

Seit 10 Tagen tourt das Bündnis „Demo für alle“ mit seinem „Bus der Meinungsfreiheit“ durch die Republik. Sie waren bereits u. a. in Stuttgart. In Köln verhinderten am Wochenende Passanten, dass der Bus wie geplant auf den Bahnhofsvorplatz auffahren konnte. Die Polizei sprach von Pfiffen, lauten Rufen und sogar „kleineren Rangeleien“.

Am Dienstag machte der Bus Halt in Hannover, um für das Ehemodell von Mann und Frau zu werben – als ausschließliches Modell. „Wir kämpfen für die Familie“, meint Organisatorin Hedwig von Beverfoerde. Was nicht Mann und Frau ist, könne keine Ehe sein (der Bundestag hat dies am 30. Juni anders entschieden).

Der homophobe Bus kommt Freitag nach Berlin

Laut Polizei hatten in Hannover rund 120 Gegendemonstranten des Bündnisses „Vielfalt statt Einfalt“ gegen den Bus protestiert und für Respekt und Toleranz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geworben.

Am Freitag nun wird der Bus in Berlin erwartet. Er soll am Kanzleramt vorfahren, damit von Beverfoerde und Co. dort ihre homo- und transfeindliche Propaganda verbreiten können. Insbesondere sollen durch diese Kampagne Regenbogenfamilien, die gleichgeschlechtliche Ehe sowie Transsexuelle und Transgender diskreditiert werden. Das will man in der Hauptstadt nicht hinnehmen. Initiiert durch den CSD Berlin e.V. ruft ein breites Bündnis auf zu einem „bunten, vielfältigen, kreativen und friedlichen Protest“.


Folgende Organisationen sind dabei:

• Aktionsbündnis gegen Homophobie
• Berliner Aids-Hilfe e.V.
• Berliner CSD e.V.
• blu Mediengruppe
• CSD Deutschland e.V.
• DIE LINKE.queer Berlin-Brandenburg
• ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!
• FDP Schöneberg
• gleich&gleich e. V.
• Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg
• Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz Berlin
• Proyouth
• QueerGrün Berlin
• Queerformat
• Regenbogenfamilienzentrum des LSVD
• SPDqueer
• Travestie für Deutschland

Die Gegner des „Hass-Busses“ treffen sich Freitag ab 14 Uhr auf der Otto-von-Bismark-Allee zwischen Kanzleramt und Paul-Löbe-Haus. Die Ankunft des Busses wird gegen 15 Uhr erwartet.

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