HAZ feiert Coming-out-Day mit Filmabend

Der schwedische Film «Something Must Break».
Am 11. Oktober ist Internationaler Coming-out-Day. Die HAZ begeht den Tag mit einem Filmabend.

Der Filmabend am 11. Oktober ist schon fast Tradition. Die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich führen ihn heuer schon zum fünften Mal durch, auch dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kino Xenix.

Dieses Jahr steht die Geschlechtsidentität im Zentrum. «Wie ist ein Coming-out, wenn es darum geht, wer du selbst bist? Wenn deine blosse Existenz Fragen darüber aufwirft, was Geschlecht überhaupt ist?», fragt sich die HAZ.

Das Programm im Kino Xenix am 11. Oktober:

«Arianna», 18 Uhr
Carlo Lavagna, Italien 2015; 84′ Italienisch/englisch. Mit Ondina Quadri, Massimo Popolizio, Valentina Carnelutti.

Arianna kehrt mit neunzehn Jahren zurück in das Dorf, in dem sie die ersten drei Lebensjahre verbrachte. Dort begegnet sie auch ihrer Cousine wieder, mit der sie mehr als Freundschaft verbindet. Doch etwas an der Art, wie die Verwandten und Bekannten Arianna begegnen, ist merkwürdig. Sie begibt sich auf eine Spurensuche und findet zwischen ersten sexuellen Erfahrungen, alten Briefen und medizinischen Akten heraus, dass sie intergeschlechtlich ist.

Carlo Lavagna erzählt die Selbstentdeckung bis zum Coming-out als selbstermächtigende Coming-of-Age-Geschichte in atemberaubender italienischer Landschaft und Bildern, die oft intim und manchmal unerträglich nah sind. Fragmentarisch und verwirrend tauchen die Indizien auf, die schliesslich zum Entdecken der Intergeschlechtlichkeit führen.

Anschliessend an den Film findet ein Gespräch mit den InteraktivistInnen Daniela Truffer und Markus Bauer statt. Moderation: Michi Rüegg.

«Something Must Break», 20.30 Uhr
Ester Martin Bergsmark, Schweden 2014, 85′, Schwedisch/deutsch. Mit Saga Becker, Iggy Malmborg, Shima Niavarani.

Sebastian sieht so androgyn aus, dass alle denken, er sei schwul. Und tatsächlich verliebt er sich in Andreas. Es ist eine kaputte Welt in der schwedischen Kleinstadt in der die beiden sich kennenlernen. Gemeinsam entfliehen sie der Sinnlosigkeit, der Trauer und der Langeweile. Aber Andreas ist nicht schwul. Und Sebastian entdeckt, dass er Ellie ist, eine Frau. Die Erkenntnisse sind für beide extrem verwirrend, in einer Gesellschaft, die nicht versteht, was Trans bedeutet: Dass Ellie eine Frau ist, auch wenn sie bisher als „Sebastian“ durchs Leben ging. Etwas muss zerbrechen: Entweder die Liebe der beiden oder die gesellschaftlichen Vorstellungen, was Geschlecht ausmacht.