HIV-Positive kochen im Pop-up Restaurant

Das stylische Restaurant gegen das HIV-Stigma (Foto: June's)
Kochen gegen das HIV-Stigma: In Toronto eröffnete das einzigartiges Pop-up Restaurant «June' s» - das weltweit erste Restaurant mit Küchepersonal, das nur aus HIV-positiven Menschen besteht.

«Wir wollten die andauernede Stigmatisierung aufzeigen, die noch um HIV existiert» wie Joanne Simons von «Casey House» erklärt. «Casey House» ist Kanadas einziges eigenständiges Krankenhaus für Menschen, die mit HIV und Aids leben. Das Restaurant ist nach dem Gründer von Casey House und kanadischen Aktivisten June Callwood benannt.

Während HIV nicht über die Nahrungszubereitung verbreitet werden kann, arbeiten vierzehn HIV-positive Köche im June’s daran, dieses Stigma mit der Kampagne «Brot brechen, Stigma zerschlagen» zu bekämpfen.

Die Idee für das Restaurant wurde geboren, nachdem eine Umfrage unter Kanadiern ergab, dass nur die Hälfte der Befragten mit HIV-infizierten Personen gemeinsam essen oder mit HIV-positiven Personen essen würden.

«Wenn wir über Essen und Übertragung sprechen, dann ist das die grosse Herausforderung, die unsere Patienten jeden Tag erleben», sagte Simons zu «The Star». «Wir wollten das öffentliche Gespräch eröffnen und über die damit verbundene Stigmatisierung und das, was mit HIV passiert ist, sprechen. Wir wollen diesen Begriff von Schuld und Schande in Frage stellen.»

Bisher waren alle Abende im Anti-Stigma-Restaurat ausgebucht.


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