Kunstmuseum St. Gallen – Georg Gatsas erste Einzelausstellung

Vom 4. November 2017 bis 11. Feburar 2018 präsentiert das Kunstmuseum St. Gallen die erste Einzelausstellung des Schweizer Künstlers Georg Gatsas. Die Werkschau ermöglicht einen Einblick in die Fotografie-Serien, an denen der St. Galler in den letzten Jahren intensiv gearbeitet hat.

In den letzten Jahren arbeitete der Schweizer Künstler und Fotograf Georg Gatsas an mehreren Fotografie-Serien, die in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland in den verschiedensten Kunsthallen gezeigt wurden. Nun wird es Zeit, dem Künstler seine eigene Einzelausstellung in einem Kunstmuseum zu ermöglichen. Vom 4. November 2017 bis 11. Februar 2018 präsentiert das Kunstmuseum St. Gallen eine Werkschau des «Manor»-Kunstpreisträgers. Das Ergebnis seiner mehrjährigen Arbeit sind Portraits von eindringlicher Präsenz, die sich in der Ausstellung übereinstimmend zusammenfügen. Menschliche Interaktionen stehen in den aktuellen Arbeiten des Künstlers zunehmend im Mittelpunkt.

Nkisi (Foto: Georg Gatsas)

Für die Präsentation von Gatsas’ Werken werden mehrere Ausstellungsräume zur Verfügung gestellt. Im ersten Raum kann man die neusten, erstmals gezeigten Aufnahmen aus Johannesburg bestaunen, die während eines Atelierstipendiums in den Jahren 2016 und 2017 entstanden sind, sowie Fotografien aus der Londoner Serie «Signal The Future» aus den Jahren zwischen 2008 und 2017 sowie der Schweizer Serie zum Thema «Post-Migration». Der zweite Ausstellungsraum zeigt die Atmosphäre mit Nachtaufnahmen. Hier werden ebenfalls Auszüge der «Signal The Future»-Serie sowie der New Yorker Fotostrecken «Five Points» und «The Process» vereint.

Über die Kunst und den Kunstschaffenden
Der «Manor»-Kunstpreis gilt als einer der wichtigsten Förderpreise des zeitgenössischen Kunstschaffens in der Schweiz. Georg Gatsas hatte die Ehre, diesen Preis für das Jahr 2017 entgegenzunehmen. Der St. Galler wird selbst als Nomade in einer globalisierten Welt beschrieben, zwischen urbanen Landschaften pendelnd. In seinen Portraits fängt er gleichermassen das Individuum wie die umgebende Welt ein. Dabei sind Grossstädte wie New York, London und Johannesburg wichtige Fixpunkte. Die subkulturellen Musik- und Kunstszenen dienen als Stimmungsträger und vermitteln den Blick auf die Jetztzeit.

Informationen über die Ausstellung findest du hier.

Georg Gatsas (Foto: Juliette Uzor)

«Ich verlasse mich sehr auf meine eigene Intuition und meinen Geschmack, aber ich verfolge das Geschehen vor allem anhand der Musik. Die Musikszenen, die mich interessieren – die Clubmusik und der Pop, wo im Moment interessante Entwicklungen stattfinden und nicht nur nostalgische Reproduktion betrieben wird –, werden besetzt oder gerade neu von Leuten mit Migrationshintergrund, von People of Colour, von nicht-heteronormativen Leuten, von Frauen definiert» – Georg Gatsas