AIDS – Erbe der Kolonialzeit

Wissenschaftler aus Kongo untersuchen alte Gewebeproben auf HI-Viren. (Bild: arte/Dokumentationsvideo)
In einer Dokumentation auf «arte» gehen Wissenschaftler aus Belgien, den USA und dem Kongo der Geschichte von HIV auf den Grund. Sie glauben, den Ursprung des Virus um das Jahr 1900 in Afrika gefunden zu haben.


Vor über 30 Jahren gelang HIV/AIDS an die Öffentlichkeit und forderte in westlichen Ländern, besonders in der Schwulenszene, viele Tote. Seitdem hat das Virus der Wissenschaft zahllose Rätsel aufgegeben. Woher kam der Erreger, wie fand er den Weg in den Menschen und was liess ihn zur Pandemie anschwellen?

In einer 52-müntigen Dokumentation auf «arte» suchen belgische, US-amerikanische sowie kongolesische Wissenschaftler nach dem Ursprung des HI-Virus. Neben der Suche nach einem Impfstoff ist die grosse Herausforderung, die Dynamik der AIDS-Pandemie zu verstehen.

Die Wissenschaftler haben die Spuren des Virus bis zu seinen Anfängen zurückverfolgt, die lange vor Beginn der Achtzigerjahre liegen, als HIV erstmals in der Schwulenszene an der Westküste der USA Angst und Schrecken verbreitete. In Krankenhäusern sowie Laboren im Kongo fanden die Forscher ein Archiv von Gewebeproben aus der Kolonialzeit. Eine Epidemie muss es also schon Anfang der Sechzigerjahre in Afrika gegeben haben.

Die Dokumentation ist vom 2. Dezember 2017 bis zum 2. März 2018 auf arte.tv verfügbar.

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