Bea Arthur Residence für obdachlose LGBTI-Jugendliche ist bezugsfertig

Bea Arthur Residence
Starb im April 2009: Bea Arthur (Foto: "The Golden Girls"/NBC)
Die 2009 verstorbene Bea Arthur, Star der Serie "Golden Girls", hatte dem Ali Forney Center für junge queere Obdachlose in New York 300.000 Dollar vermacht.

Fast neun Jahre nach ihrem Tod wird die Bea Arthur Residence Wirklichkeit: Der 2009 verstorbene Star der Kult-Serie „Golden Girls“ hatte dem Ali Forney Center für junge queere Obdachlose in New York 300.000 Dollar vermacht.

„Wir sind überwältigt vor lauter Dankbarkeit. Bea hat erkannt, dass homosexuelle Jugendliche genau so viel Liebe und Unterstützung verdienen wie heterosexuelle“, hatte Carl Siciliano vom Jugendzentrum damals erklärt. „Wir helfen hunderten junger Leute, die von ihren Familien rausgeworfen weren, nur weil sie sind, wie sie sind“.

Nun ist es endlich soweit. Mit ein bisschen Verzögerung ist das Haus fertig, bis Weihnachten sollen die ersten Jugendlichen einziehen. Am 30. November wurde das Haus feierlich auf den Namen Bea Arthur Residence getauft. Bürgermeister Bill DeBlasio erklärte den 30. November direkt zum Bea Arthur Day.

Bea Arthur Residence bietet Platz für 18 Kids in Not

In den USA sind schwule und lesbische Teenager überdurchschnittlich stark von Obachlosigkeit betroffen. Schätzungen zufolge identifizieren sich 40 % der Kids, die auf der Straße leben, als queer. In der „Bea Arthur Residence for Homeless LGBT Youth“ sollen 18 queere Jugendliche in Not einen Platz finden.

Bea Arthur Residence
Das Team des Ali Forney Center vor der neuen Notunterkunft (Foto: Ali Forney Center)

Insgesamt hilft das Ali Forney Center mit seinen diversen Einrichtungen rund 1.000 Teenagern pro Jahr. Nach eigenen Angaben ist es eine der wenigen Einrichtungen, die rund um die Uhr für obdachlose queere Kids geöffnet hat. Sie wurde benannt nach dem schwarzen LGBTI-Aktivisten Ali Forney, der vor 20 Jahren Opfer homophober Gewalt wurde: Er wurde am 5. Dezember 1997 im Alter von 22 in New York Harlem erschossen.

Um die Probleme der LGBTI-Community in den Armenvierteln von Washington, D. C. zu lindern, hat Ruby Corado vor fünf Jahren die Anlaufstelle und Notunterkunft «Casa Ruby» eröffnet. Mehr dazu in der aktuellen Mannschaft.