Regisseur von Freddie-Mercury-Film entlassen

Eines der ersten Bilder des Films: Rami Malek als Freddie Mercury. (Bild: 20th Century Fox)
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Das Biopic mit dem Arbeitstitel «Bohemian Rhapsody» über den verstorbenen Queen-Frontsänger Freddie Mercury scheint unter einem schlechten Stern zu stehen. Anforderungen der Bandmitglieder und wechselnde Hauptdarsteller verzögerten das Projekt über mehrere Jahre. Nun hat die Produktionsfirma «20th Century Fox» den Regisseur Brian Singer («X-Men») entlassen und die Dreharbeiten in London kurz vor Abschluss unterbrochen. Angeblich soll Singer während mindestens zehn Tagen nicht am Set erschienen sein.

Dem Hollywood Reporter zufolge ist es zwischen Singer und Hauptdarsteller Rami Malek zu mehreren Auseinandersetzungen gekommen. Singer soll Malek sogar mit einem Gegenstand beworfen haben.

Singer selbst teilte in einem Statement mit, dass Fox ihm keine Urlaubstage geben wollte, damit er in die USA reisen könne. Er habe sich um den kritischen Gesundheitszustand einer seiner Eltern kümmern wollen.

Brian Singer am 28. Internationalen Film Festival von Tokio. (Bild: CC 2.0)

Gemäss dem Hollywood Reporter soll Singer allerdings eine posttraumatische Belastungsstörung verantwortlich gemacht haben, die von den Spannungen am Set hervorgerufen worden seien. Das Boulevard Blatt schreibt, dass Fox ihn noch vor Produktionsbeginn ermahnte, kein unprofessionelles Verhalten an den Tag zu legen.

In vergangenen Jahren wurden Singer mehrmals schlechtes Verhalten und sexuelle Belästigung vorgeworfen. 2014 beschuldigte ihn ein anonymer Mann des sexuellen Missbrauchs, als dieser noch minderjährig war.

Letzten Monat forderte eine Petition auf change.org die Entfernung von Singers Namen von der «USC School for Cinematic Arts». Die Verfasserin beruft sich auf die wiederholten Vorwürfe der Gewalt, sexuellen Belästigung und der Pädophilie.