ESC: Estland gegen Spanien

Opernklänge oder Liebesballade? Das sagt unser ESC-Experte Martin Wyss.
Am 12. Mai trifft steigt in der Altice Arena in Lissabon das grosse ESC-Finale. Wie schlagen sich die einzelnen Länder dieses Jahr? Wir haben beim ESC-Experten Martin Wyss nachgefragt.

Martin Wyss ist unser ESC-Experte. Nebst seinem Faible für den Contest hat er schon in mehreren Gesangs- und Musicalproduktionen mitgewirkt und weiss, worauf es bei einer erfolgreichen Darbietung ankommt. Also: Vorhang auf für unsere ESC-Battle zwischen Estland und Spanien.

Top: Elina Netšajeva, «La Forza» (Estland)
Die Opernsängerin Elina Netšajeva vertritt den baltischen Kleinstaat. Die Stimme der 27-Jährigen ist eine Wucht. Schon mit vier Jahren erhielt Nechayeva Gesangsunterricht und sang in einem Kinderchor. Für unseren ESC-Kenner ist «La Forza» ein «Topsong»! Nur der Liveauftritt lasse etwas zu wünschen übrig, bei dem lediglich Visuals auf ihr Kleid projiziert werden. «Das ist etwas, das wir bereits aus früheren Jahren kennen», so unser ESC-Mann. Hier hätte sich Estland durchaus etwas Besseres einfallen lassen können.

Flop: Amaia y Alfred, «Tu Canción» (Spanien)
Etwas für Verliebte. Der 20-jährige Alfred Garcia und die 19-jährige Amaia Romero bringen mit «Tu Canción» viele Emotionen auf die Bühne. Für unseren ESC-Mann aber nur eine Kopie Portugals: «Eigentlich ein sehr schöner und süsser Song, leider aber mit zu vielen Ähnlichkeiten zum Gewinnersong aus dem letzten Jahr». Die Turtelei nimmt man Alfred und Amaia ab, schliesslich sind sie auch im echten Leben ein Paar. Die beiden lernten sich in einer Realityshow kennen und lieben.