ESC: Norwegen gegen Frankreich

Hat der ehemalige ESC-Gewinner Alexander Rybak (Norwegen, links) eine Chance? Oder trumpft Frankreich mit dem Song von Madame Monsieur über Flüchtlinge?
Am 12. Mai trifft steigt in der Altice Arena in Lissabon das grosse ESC-Finale. Wie schlagen sich die einzelnen Länder dieses Jahr? Wir haben beim ESC-Experten Martin Wyss nachgefragt.

Martin Wyss ist unser ESC-Experte. Nebst seinem Faible für den Contest hat er schon in mehreren Gesangs- und Musicalproduktionen mitgewirkt und weiss, worauf es bei einer erfolgreichen Darbietung ankommt. Also: Vorhang auf für unsere ESC-Battle zwischen Frankreich und Norwegen.

Top: Madame Monsieur, «Mercy» (Frankreich)
Frankreich steigt mit einem französischen Song ins Rennen. Und der hat es in sich. «Der langsame und schöne Track wagt sich an das Thema Flüchtlinge», so der Experte. Der Beitrag des Duos «Madame Monsieur» verfügt über Gänsehautfaktor. Die Geschichte über das Mädchen «Mercy», das auf einem Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer zur Welt kommt, konnte sich mit den Stimmen des französischen Fernsehpublikums deutlich gegen den Juryfavoriten durchsetzen.

Flop: Alexander Rybak, «That’s How You Write A Song» (Norwegen)
Alexander Rybak will es nach 2009 erneut wissen. Mit seinem eigens komponierten Song «Fairytale» holte er damals den Sieg. Ob ihm das mit «That’s How You Write A Song» wieder gelingt, stellt Wyss in Frage. «Das ist ein krasser Dancesong mit viel Synthesizer-Geige». Der Gewinnersong von 2009 sei um Welten besser gewesen als der diesjährige Beitrag. Offensichtlich nicht für die Norweger*innen: Sie waren ob seiner Teilnahme so begeistert, dass er beim Vorentscheid 71 % der SMS-Stimmen erhielt.

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