Schwule Väter sind die besten Eltern

(Foto: Shane und Jorden)
Eine neue italienische Studie kommt zum Schluss: in Regenbogenfamilien wachsen Kinder genauso gut auf wie bei Heteros - die besten Verhältnisse sind bei schwulen Väter zu finden.

Was viele LGBTIQ bereits wissen, wird nun erneut bestätigt: Kinder schwuler Väter und lesbischer Mütter zeigen weniger psychische Probleme als Kinder heterosexueller Eltern. Die Art des Familientyps sei nicht entscheidend für die Gesundheit und Entwicklung von Kindern.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern sowohl in Bezug auf die psychologische Anpassung als auch auf das soziale Verhalten gut geht. Besonders Kinder von schwulen Väter stechen hervor. Die Gründe sind, dass schwule Väter in der Studie oft älter gewesen seien, einen höheren Bildungsstand und eine bessere wirtschaftliche Situation hätten. Auch sei der Weg zum eigenen Kind für schwule Männer – zum Beispiel mittels Leihmutterschaft – steiniger, was später für noch mehr Engagement in der Kindererziehung sorge.

Die Studie hat auch erfroscht, wie gesund die Beziehung zwischen Homo-Paaren ist. Schwule Väter empfinden sich als kompetenter und zufriedener mit ihrer Paarbeziehung als heterosexuelle Eltern; sie berichteten auch über einen höheren Grad an Familienzusammenhalt und Flexibilität als lesbische Mütter und heterosexuelle Eltern.

«Unsere Studie deutet darauf hin, dass es Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern gut geht, sowohl in Bezug auf psychologische Anpassung als auch auf soziales Verhalten», fassen die Autoren unter Führung von Psychologie-Professor Roberto Baiocco, der an der Universität La Sapienza in Rom lehrt, die Ergebnisse der neuesten Untersuchung zusammen.

Die vorliegende Studie warnt politische Entscheidungsträger davor, auf der Grundlage der sexuellen Orientierung Annahmen über Menschen zu treffen oder den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin zu verweigern.

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